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Strenge Prüfung für die Helden auf vier Pfoten der DRK Rettungshundestaffel

Bekanntlich gelten Hunde als bester Freund des Menschen. Und sie können Leben retten. Da die Anforderungen an Mensch und Hund bei Rettungshunden besonders hoch sind, müssen sie ihr Können immer wieder alle eineinhalb Jahre in einer Prüfung unter Beweis stellen. Ende März war es in Finsterwalde wieder soweit.

Höchste Konzentration erfordert die Gehorsamkeitsprüfung sowohl vom Hund, als auch vom Hundeführer

Finsterwalde. Für die unterschiedlichen Hunde ist der Beginn der Prüfung entspannend. Erst einmal sind Herrchen oder Frauchen dran, ihr Wissen in einer Fachfragenprüfung nachzuweisen. Aber dann wird es auch für sie ernst. Zuerst gilt es, die sogenannte Verweisprüfung zu bestehen. Dabei geht es darum, das auf der Wiese liegende „Opfer“ aufzuspüren und den Hundeführer zu dessen Standort zu bringen. Dabei gibt es unterschiedliche Methoden, in denen die jeweiligen Hunde ausgebildet sind. Beispielsweise die „Verbeller“, die den Standort durch Bellen anzeigen oder „Bringsler“, die durch das Aufnehmen eines umgehängten „Bringsels“ dem Hundeführer anzeigen, dass das „Opfer“gefunden wurde und ihn dann zum Standort führen. In allen Fällen darf sich der Vierbeiner aber der liegenden Personen nicht zu nahe annähern.

Im Anschluss erfolgt die Gehorsamkeitsprüfung. Unter anderem gilt es, den Befehl „Fuß“ in unterschiedlichen Geschwindigkeiten oder „Platz“ aus vollem Lauf zu absolvieren. Der Hund darf sich in einer Menschenmenge mit anderen Hunden nicht aus dem Konzept bringen lassen und muss auch  widerstandslos  von einer Fremdperson getragen werden können.

Nur wenn alle drei Prüfungen bestanden waren, galt es, die vierte Herausforderung anzunehmen. Dazu wurde die Prüfung nachmittags in ein Waldgebiet verlegt. Im Szenario eines Autounfalls, bei dem davon ausgegangen wurde, dass zwei Menschen noch vermisst werden, bestand die Aufgabe darin, die vermeintlichen „Opfer“ aufzufinden und erste Sanitätsmaßnahmen durchzuführen. Dazu hatten Hund und Hundeführer gerade einmal zwanzig Minuten Zeit.

Die Richtlinien sind streng. Nur wenn alle  Prüfungsabschnitte bestanden werden, gilt ab dann beziehungsweise weiterhin die Zulassung für die Rettungshundestaffel des DRK.

Ungefähr drei Jahre dauert die Ausbildung, dabei wird zweimal in der Woche  trainiert. „Es ist gut für uns, wenn so viele Tiere wie möglich bestehen“, erklärt Andre Wagner, der Bereitschaftsleiter der Hundestaffel. „Wenn es einen Einsatz tagsüber gibt, sind viele der Hundeführer ja beruflich eingebunden. Da ist es gut, wenn wir auf eine möglichst große Zahl zurückgreifen können.“ Und wer es diesmal nicht geschafft hat, darf die Prüfungen in einem halben Jahr wiederholen.

2. April 2015 10:47 Uhr. Alter: 3 Jahre